Wie wertvoll sind meine Briefmarken?

Sie haben Briefmarken geerbt und haben keine Ahnung,
was diese Briefmarken wert sind? Wir helfen Ihnen mit einigen Faustregeln:

Am aussagefähigsten ist meist die Frage nach dem früheren Besitzer. Hat er viel Geld in seine Sammlung investiert, ist die Sammlung meist auch etwas wert, wurden nur kleine Beträge ausgegeben, ist der Wert auch nur gering.

Wenig wert sind normalerweise: Ersttagsbriefe und Ersttagsblätter (selbst wenn Sie mehrere Umzugskartons haben), Kindersammlungen, Sammlungen die nur aus modernen deutschen Ausgaben (ab ca. 1960) bestehen, Sammlungen die nur aus den Marken bestehen, die mit der Tagespost kamen.

Motivsammlungen (z.B. Fußball-WM, Olympia, Walt Disney), die meist im Abonnement für teueres Geld bezogen wurden, sind fast wertlos, Faustregel 25 - 50 EUR pro volles Album.

Ländersammlungen mit Ausgaben ab etwa 1960 bringen in der Regel keine Reichtümer, aber bei großen Sammlungen macht es die Masse. Sammlungen mit älteren Briefmarken können wertvoll sein, müssen es aber nicht. Die ältesten Briefmarken sind ungezähnt, auch diese Marken können teuer sein, müssen es aber nicht. Die normalen Wertstufen für das Briefporto sind meist Massenware, auch wenn sie 150 Jahre oder älter sind.

Hochwertige Briefmarken werden heutzutage meist mit einem Attest eines Experten verkauft. Wenn Sie in einer Sammlung solche Atteste sehen, ist das ein Hinweis darauf, daß die Sammlung wertvoll sein könnte. Das Fehlen solcher Atteste heißt aber nicht unbedingt etwas, da in früheren Jahren nur selten Atteste ausgestellt wurden und viele Sammlungen sehr lange gelegen haben.

Wenn in Vordruckalben gesammelt wurde, ist das ebenfalls ein Hinweis auf einen ernsthaften Sammler. Das gleiche gilt auch, wenn Sie bei der Sammlungen Rechnungen oder Loskarten von Auktionshäusern finden.